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Terminübersicht

Im folgenden finden Sie und findet ihr eine kurze Inhaltsbeschriebung der 8 interdiszilpnären Samstage zum Thema "Grenzen und Grenzflächen":


Nachhaltigkeit von Tensiden (14.03.2026)

Chemie, Geographie, PoWi, Biologie

Tenside machen Reinigung und Hygiene erst möglich, greifen aber gleichzeitig in ökologische und gesellschaftliche Systeme ein. Ihr untersucht, Wie Tenside funktioniert und welche Folgen ihr Einsatz für Gewässer, Böden und Lebewesen haben kann. Dabei wird deutlich, wie Konsum, globale Produktionsketten, wirtschaftliche Interessen, soziale Folgen und politische Regeln zusammenwirken. In diesem Zusammenhang untersucht ihr nachhaltige alternativen, welche Chancen eröffnen, aber auch neue Zielkonflikte mit sich bringen.


Outdoor-Kleidung & Starkregen (21.03.2026)

Physik, Chemie, Geographie, PoWi

Wie Materialien mit Wasser umgehen, entscheidet über Schutzfunktion und Risiko – im Alltag ebenso wie im Stadtraum. An diesem Thementag untersucht ihr, wie hydrophobe und hydrophile Oberflächen gezielt eingesetzt werden, um Wasser abzuweisen oder aufzunehmen und warum diese Materialeigenschaften sowohl für Outdoorkleidung als auch für Starkregenereignisse eine zentrale Rolle spielen. Dabei wird deutlich, dass Materialwahl, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit in einem engen Spannungsfeld mit Gesundheit, Umweltfolgen, Kosten und politischer Verantwortung stehen. Ihr betrachtet wie Konsumentenentscheidungen, Stadtplanung und Klimawandel über das Verhalten von Wasser miteinander verknüpft sind und welche nachhaltigen Ansätze für Textilien und Städte der Zukunft gefragt sind.


Kleben und Haften (18.04.2026)

Chemie, Physik, Biologie, PoWi

Klebstoffe halten unsere Alltags- und Technikprodukte zusammen. Gleichzeitig erschweren sie häufig Reparatur und Recycling. An diesem Thementag untersucht ihr, wie Kleben und Haften auf physikalischer, chemischer und biologischer Ebene funktioniert und warum unterschiedliche Kleber so verschieden eingesetzt werden. Dabei wird deutlich, wie technische Anforderungen, wirtschaftliche Interessen, Umweltwirkungen und politische Entscheidungen miteinander konkurrieren. Im Fokus stehen nachhaltige und biologische Klebstoffe sowie die Frage, wie gutes Design zwischen Haltbarkeit, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft vermitteln kann.


Nachhaltigkeit des Skifahrens (25.04.2026)

Sportwissenschaften, Physik, Chemie, PoWi

Wie Materialien mit Reibung, Wasser und Umwelt interagieren, ist nicht nur im Sport, sondern in vielen technischen Anwendungen entscheidend. An diesem Thementag untersucht ihr am Beispiel von Skiwachsen und Skioberflächen, wie Materialeigenschaften und Oberflächenstrukturen Reibung und Wasserabweisung beeinflussen. Ihr stellt eigene ökologische Wachsalternativen her und vergleicht diese mit konventionellen Produkten im Hinblick auf Funktion und Umweltverträglichkeit. Dabei wird deutlich, dass insbesondere der Einsatz und Abrieb bestimmter Wachse sowie deren Herstellung mit ökologischen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen und politischen Zielkonflikten verbunden sind. In Diskussionen reflektiert ihr, welche Verantwortung Industrie, Politik und Konsument*innen für einen nachhaltigeren Umgang mit Materialien tragen – im Wintersport und darüber hinaus.


Glasfaserausbau (09.05.2026)

Physik, Geographie, PoWi

Wie kann Licht Informationen über große Entfernungen transportieren? An diesem Thementag untersucht ihr, wie Brechung und Totalreflexion an Grenzflächen funktionieren und warum dieses Prinzip die Grundlage moderner Glasfaserkommunikation ist. Darauf aufbauend analysiert ihr mit interaktiven Karten und Beispielen, wie ungleich digitale Infrastruktur in Deutschland sowie weltweit verteilt ist – von Stadt und Land bis hin zu globalen Datenströmen durch Unterseekabel. Dabei wird deutlich, dass der Ausbau schneller Netze nicht nur technisch, sondern auch ökologisch, ökonomisch, sozial und politisch konfliktreich ist. In einer gemeinsamen Anhörung diskutiert ihr, wie ein regionaler Glasfaserausbau bis 2030 fair, sinnvoll und umsetzbar gestaltet werden kann und wer dafür welche Verantwortung trägt.


Meerwasserentsalzung (30.05.2026)

Biologie, Geographie, Physik, PoWi, Chemie

Wasser ist lebensnotwendig, aber weltweit extrem ungleich verteilt. An diesem Thementag untersucht ihr, wie natürliche Prozesse wie Diffusion und Osmose technisch genutzt werden, um aus Meerwasser Trinkwasser zu gewinnen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Meerwasserentsalzung hohe ökologische Belastungen, enorme Kosten und politische Konflikte mit sich bringen kann. Mithilfe geographischer Untersuchungen und eines kurzen Rollenspiels betrachtet ihr, wie Wasserknappheit, Energiebedarf, Umweltfolgen und gesellschaftliche Verantwortung in globalen Spannungsfeldern miteinander verknüpft sind.


Ernährung - Lebensmittel - Verpackungen (13.06.2026)

Chemie, Humangeographie, Biologie, Physik

Lebensmittelverpackungen sind eine zentrale Grenzfläche zwischen Produkt, Umwelt und Gesellschaft. An diesem Thementag vergleicht ihr unterschiedliche kunststoffbasierte und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Verpackungsmaterialien und untersucht, wie ihre Eigenschaften Haltbarkeit, Schutz und Nutzung von Lebensmitteln beeinflussen. Daran anknüpfend betrachtet ihr die Herkunft dieser Materialien und fragt, welche Rohstoffe, Produktionsweisen und Lieferketten hinter ihnen stehen. So wird deutlich, dass Materialentscheidungen bei Verpackungen weitreichende ökologische, ökonomische und soziale Folgen haben: Von Klimabilanzen über Landnutzung bis zu Arbeitsbedingungen im Globalen Süden – und warum nachhaltige Verpackungen immer auch ein Frage globaler Verantwortung und politischer Regulierung sind.


Stadtnatur im städtischen Bau-Boom (20.06.2026)

Biologie. Geographie, PoWi

Städtische Natur ist Lebensraum, Klimaschützer und Wasserspeicher. Gleichzeitig steht sie unter Druck durch den wachsenden Bedarf an Wohnraum. An diesem Thementag untersucht ihr draußen am Teich und im Boden, wie empfindliche städtische Ökosysteme funktioniert und welche Rolle Wasser, Böden, Pflanzen und Tiere für das Stadtklima spielen. Darauf aufbauend wird deutlich, welche Folgen Bebauung und Versiegelung für Umwelt, Klima und Lebensqualität haben. In einem Rollenspiel diskutiert ihr, wie ökologische, soziale, ökonomische und politische Interessen im Konflikt zwischen Naturschutz und Wohnungsbau aufeinandertreffen und welche Entscheidungen Städte für eine nachhaltige Zukunft des Wohnens treffen können.